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Winterreifen richtig lagern

Kleber WinterreifenZweimal im Jahr setzen sich die meisten Autofahrer mit dem Reifenwechsel auseinander und zwar einmal, wenn von Winter- auf Sommerreifen und umgekehrt gewechselt wird. Die verschiedenen Reifenarten sind bestens auf die unterschiedlichen Witterungsbedingungen vorbereitet und zeichnen sich durch abgestimmte Gummimischungen aus. Doch mit dem Wechsel der Reifen stellt sich meistens auch die Frage, wo und wie die Reifen am besten gelagert werden, die gerade nicht in Betrieb sind. Die Bedeutung der richtigen Lagerung sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn eine falsche Aufbewahrung kann die Lebensdauer erheblich einschränken. Wir zeigen Ihnen im Folgenden, welche Besonderheiten es bei der Lagerung gibt, worauf Sie Wert legen sollten und auf welche Services Sie hier zurückgreifen können.

Warum ist die richtige Einlagerung der Winterreifen so wichtig?

Winterreifen richtig lagernMachen wir uns nichts vor: Haben Sie sich schon einmal darüber Gedanken gemacht, wie Sie Ihre Reifen am besten aufbewahren sollten? Viele Autofahrer ärgern sich lediglich darüber, dass die Reifen bei der Einlagerung so viel Platz wegnehmen. Doch die richtige Aufbewahrung ist wichtig, denn Sie entscheidet letzten Endes darüber, wie lange Ihre Reifen halten. Fehler bei der Aufbewahrung machen sich unweigerlich bei der Lebensdauer der Pneus bemerkbar. Das heißt: Mit einer schlechten Aufbewahrung sinkt die Lebensdauer der Reifen und die Belastung für Sie als Autofahrer  nimmt deutlich zu, weil Sie sich viel häufiger über den Neukauf Gedanken machen müssen.

Gleich mehrere Faktoren spielen bei der richtigen Einlagerung der Winterreifen eine Rolle:

  1. Achten Sie schon bei der Aufbewahrung auf den allgemeinen Reifenzustand. So sollten Sie nur Reifen beiseitelegen, die auch noch intakt sind und keine größeren Schäden aufweisen.
  2. Weiterhin müssen Sie die Reifen kennzeichnen. Am besten klappt das mit einem Stück Kreide. Markieren Sie bei jedem Reifen, wo genau dieser am Fahrzeug gesessen hat.
  3. Der Lagerort ist für die Lebensdauer der Reifen entscheidend. Hier müssen vor allem die Umgebungsbedingungen stimmen. Lagern Sie Ihre Reifen immer trocken.
  4. Auch der Luftdruck und die Position, in der sich die Reifen befinden, spielen eine wichtige Rolle.

TIPP: Es kann natürlich durch verschiedene Faktoren möglich sein, dass die Reifen sich unterschiedlich stark abnutzen. Ist nur ein Reifen abgenutzt und sind die anderen alle brauchbar, müssen Sie nicht direkt in einen neuen Reifen investieren. Sie können lediglich das einzelne Exemplar ersetzen.

Aufbewahren von Kompletträdern: Kontrollieren Sie auch die Felgen

Wenn Sie nicht einzelne Reifen, sondern ganze Kompletträder einlagern wollen, gilt Ihre Aufmerksamkeit beim Wechsel nicht nur den Reifen. Sie müssen in diesem Fall ebenso auf die Felgen achten und deren Zustand kritisch unter die Lupe nehmen. Hier erwarten Sie ebenso einige Besonderheiten.

Achten Sie bei der Einlagerung darauf, dass die Felgen intakt sind. Eine Gefahr, die gern unterschätzt wird, sind mögliche Roststellen. Gerade wenn sie klein sind, finden sie meistens kaum Beachtung. Das kann sich jedoch zu einem fatalen Fehler entwickeln. Auch kleine Roststellen sollten Sie grundsätzlich sorgfältig behandeln, sodass sich diese nicht vergrößern und damit weiteren Schaden anrichten können. Die Behandlung können Sie mit verschiedenen Mitteln selbst übernehmen. Arbeiten Sie dabei aber unbedingt gründlich.

So bereiten Sie die Reifen auf die Einlagerung vor

Sie können, wenn Sie den nötigen Platz haben, diese natürlich selbst einlagern und müssen dabei nicht auf die kostenpflichtigen Serviceangebote von Kfz-Werkstätten beispielsweise ausweichen.

Auf die Einlagerung sollten Sie Ihre Reifen jedoch vorbereiten:

  1. Entfernen Sie möglichen Schmutz und Ablagerungen von den Reifen, sodass diese dem Material nicht zusetzen können.
  2. Kontrollieren Sie den Luftdruck der Reifen und erhöhen Sie diesen. Grundsätzlich verlieren die Reifen auch dann Luft, wenn Sie diese nicht benutzen.
  3. Der Luftdruck während der Einlagerung darf mit ruhigem Gewissen etwa 0,5 Bar über dem Reifendruck liegen, der von Seiten des Herstellers empfohlen wird.
  4. Jeder Reifen, der demontiert wird, wird je nach Position beschriftet. Geläufig sind folgende Kennzeichnungen: vorne links, vorne rechts, hinten links und hinten rechts.
Warum ist die Kennzeichnung der Reifen so wichtig?
Mit der Reifenkennzeichnung profitieren Sie von einer längeren Nutzung. Je nachdem, wo der Reifen montiert, ist, nutzt er sich unterschiedlich stark ab. Wenn Sie die Reifen regelmäßig tauschen, können Sie für eine gleichmäßigere Abnutzung sorgen. Das kommt dann auch der gesamten Lebensdauer zu Gute.

Wie häufig Sie Ihre Reifen dabei wechseln, hängt vor allem davon ab, wie viel Sie fahren. Grundsätzlich sollte ein Wechsel alle 10.000 Kilometer erfolgen. Auch bei jedem Wechsel der Reifenposition gilt es die Pneus umfassend auf Ihren Zustand hin zu überprüfen, sodass Sie kein Sicherheitsrisiko eingehen.

Der richtige Ort für die Reifenlagerung

Es braucht schon ein wenig Platz, um einen Satz Winterreifen einzulagern. Deswegen nehmen viele Autofahrer die Angebote der Werkstätten dankend entgegen. Es gibt verschiedene Besonderheiten, die Sie beim Lagerort berücksichtigen sollten. So können Sie Reifen grundsätzlich nicht im Freien lagern. Hier würde die Witterung dem Material stark zusetzen.

Entscheiden Sie sich bevorzugt für eine Garage, einen Schuppen oder unter Umständen natürlich auch für einen Keller. Wichtig ist, dass der Aufbewahrungsort trocken ist. So sollten die Reifen keinerlei Feuchtigkeit oder Nässe ausgesetzt sein. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass es nicht zu warm ist. Höhere Temperaturen schaden den Reifen. Sie setzen dem Gummi zu, sodass das Material an Langlebigkeit einbüßt. Wichtig ist ebenso der Untergrund, auf dem die Reifen liegen. Hier sollten Sie sicherstellen, dass dieser „sauber“ ist. Es dürfen hier keinerlei Verschmutzungen vorhanden sein, die dem Reifen schaden. Dazu gehören insbesondere Rückstände von Öl, Fett sowie verschiedenen anderen Lösungsmitteln.

Wie werden die Winterreifen genau gelagert?

Bei der Einlagerung Ihrer Winterreifen müssen Sie außerdem auf die richtige Position der Pneus achten. Hier gibt es aber eine Besonderheit, die Sie nicht vergessen sollten:

Reifen Kompletträder
Lagern Sie lediglich die Reifen ein, also nicht gemeinsam mit der Felge, müssen Sie darauf achten, dass diese am besten stehend aufbewahrt werden. Hier müssen Sie, um das Material nicht unnötig stark zu belasten, zudem bedenken, dass diese während der gesamten Lagerzeit bewegt werden müssen. Dies sollte etwa im Abstand von sechs Wochen erfolgen. Die Reifen werden hier immer um ein Viertel gedreht, sodass eine andere Stelle den Kontakt zum Untergrund hat. Sie können natürlich auch die Kompletträder einlagern. In diesem Fall stellen Sie die Reifen gemeinsam mit den Felgen beiseite. Die Kompletträder werden entgegen der einzelnen Reifen immer liegend aufbewahrt. Um Platz zu sparen, können Sie die Reifen übereinanderlegen.

Sie haben hier verschiedene Möglichkeiten. Entweder legen Sie diese direkt auf dem Boden übereinander oder Sie greifen auf spezielle Hilfsmittel wie den Felgenbaum zurück. Weiterhin können Sie ebenso auf eine Wandhalterung ausweichen, die die Reifen aufnimmt. Bedenken Sie, dass ein Satz Kompletträder ein beachtliches Gewicht hat. Daher ist es wichtig, dass die Wandhalterung an einer stabilen Unterkonstruktion befestigt ist.

Nutzen Sie die professionelle Einlagerung durch die Experten

Gerade wenn Sie kein eigenes Haus haben, steht Ihnen oft nicht genügend Platz für die Einlagerung Ihrer Reifen zur Verfügung. In diesem Fall können Sie allerdings auf die Angebote von Werkstätten und Reifenhändlern ausweichen. Viele Anbieter dieser Art bieten gegen einen kleinen Unkostenbeitrag die Einlagerung der Reifen an. Besonders praktisch ist dieses Angebot natürlich immer dann, wenn die Werkstatt auch direkt den Reifenwechsel vornimmt. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Einlagerung kostet in der Regel nicht viel und wird natürlich nicht nur für die Winter-, sondern auch für die Sommerreifen angeboten. Meistens fällt ein monatlicher Unkostenbeitrag an.

TIPP: Spätestens nach sechs bis acht Jahren sollten Sie die Winterreifen nicht mehr einlagern, sondern in der nächsten Wintersaison schließlich ersetzen.

Vor- und Nachteile der fachmännischen Einlagerung

  • Platz für die Einlagerung muss zuhause nicht bereitgestellt werden
  • Profis besitzen das ideale Equipment für die Aufbewahrung
  • Kosten sind überschaubar
  • Reifen befinden sich für den Reifenwechsel direkt in der Werkstatt
  • Sie müssen sich auf das richtige Vorgehen der Experten verlassen

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