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Aufbau eines Reifens

Barum WinterreifenUnter dem Begriff Reifen kann sich jeder etwas vorstellen. Es ist der Teil des Rades, auf dem es abrollt. Doch was kann ein Reifen eigentlich? Wie ist er entstanden? Und vor allem wie ist er aufgebaut? Wir vergleichen Sommer- und Winterreifen mit Allwetterreifen. Wir haben Autoreifen aus verschiedenen Perspektiven genauer betrachtet und dabei festgestellt, dass ohne gute Reifen auch kein gutes und sicheres Fahren mit dem Auto möglich ist.

Wie entstand der Reifen?

Aufbau eines ReifensBevor wir uns den Aufbau von Autoreifen im Detail ansehen, blicken wir in die Geschichte. Reifen, so wie wir sie heute kennen, haben sich in kürzester Zeit durch mehrere Erfindungen und Innovationen, entwickelt.

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Durch die Innovation von Profilreifen für Fahrzeuge von dem Hersteller Continental entstanden auch bei den anderen Produzenten

Reifen. Alle entwickelten sich zu Markenherstellern von Autoreifen, welche heute auf dem Weltmarkt vertrieben werden. Durch die Erfindung von Luftdruckreifen sind die damaligen, beliebten Hochräder in kurzer Zeit wieder in der Versenkung verschwunden.

Hier ein Kurzüberblick über die Geschichte des Reifen:

Jahr Entwicklung / Erfindung
1844 Vulkanisieren von Gummi (erste Patentanmeldung des US-Amerikaners Charles Goodyear)
1845 erster Luftreifen mit vulkanisiertem Schlauch für Fuhrwerke durch den schottischem Erfinder Thomson
1888 Patent eines einfachen Fahrradreifens von dem Schotten John Dunlop
1890 Patent auf den Drahtreifen (Charles Kingston Welch) und auf den Wulstreifen (Erskine Bartlett)
1895 erster Luftreifen mit Schlauch (Michelin)
1903 Einführung von Reifen in Norm-Größen und genormte Felgen (Friedrich Veith)
1904 Entwicklung von Profilreifen für Automobile (durch Continental)

Was ist ein Autoreifen?

Diese Frage mag zunächst lächerlich klingen, aber wenn wir ins Detail gehen, dann stellen wir fest, dass sich diese Frage nicht in wenigen Worten beantworten lässt. Ein Rad soll auf einen Reifen – das ist ein einfacher Einstieg zur Beantwortung der Frage. Der Reifen befindet sich am Radumfang und überträgt die Kräfte des Rades und der Straße. Die Reifenaufstandsfläche stellt den Teil des Reifens dar, der Bodenkontakt hat. Der restliche Reifen ist dann die sogenannte Lauffläche. Die Radlast wird vom Reifen getragen. Zudem überträgt er auch die Seitenführungskraft, sobald man mit dem Auto in eine Kurve fährt. Längskräfte kommen zum Zug, wenn sich die Geschwindigkeit verändert – also bei Beschleunigung oder Verlangsamung.

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Autoreifen – ein Teil? Weit gefehlt!

Wer glaubt, dass ein Autoreifen aus einem einzigen Stück Gummi besteht, der irrt gewaltig. In jedem Reifen sind bis zu zwanzig Bauteile verarbeitet. Außerdem besteht jeder Reifen aus mehreren Gummi-Mischungen, wofür zirka dreißig unterschiedliche Substanzen erforderlich sind.

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Hier ein Überblick über die einzelnen Bestandteile und Elemente:

  • Laufstreifen-Unterplatte: Verbindung des Reifens mit der Nylonabdeckung
  • Microflanco: Verbindung von Lauffläche und Seitenteil
  • Sicherheitsbandage: Nylonabdeckung, welche in zwei Lagen in einer Spiralform gewickelt ist, stellt eine Schutzfunktion bei hohen Geschwindigkeiten dar.
  • Stahlgürtel: Festigkeitsträger im Reifen und Beeinflussung der Fahreigenschaften sowie Reifenkontur
  • Karkasse aus Rayon beziehungsweise Polyester: Festigkeitsträger im Reifen und Bestimmung der Kontur des Reifenquerschnitts
  •  Seitenteil: Schutz für die Karkasse
  • Liner: Einsatz anstatt eines Schlauches zur Abdeckung
  • Wulstschutz: Beeinflussung der Stabilität und Schutz für die Felge
  • Kernreiter: Erhöhung der Stabilität des Reifens
  •  Stahldrahtkabel: Sicherung des Felgenschutzes
  •  Mischungs-Wulstschutz: Schutz des Reifens vor Montageschäden
  • Kernfahne: Kreuzgewebe aus Rayon- oder Kevlar-Material, welches die Stabilität des Reifens erhöht

Verschiedene Reifen – Sommer- und Winterreifen: Wie die Bezeichnung schon sagt, sind Sommer- und Winterreifen für die jeweilige Jahreszeit konstruiert und bestimmt. Die Saisonreifen differenzieren sich hauptsächlich in zwei Eigenschaften: dem Profil und dem Mischverhältnis der Gummis.

Was macht einen Sommerreifen aus?

Autoreifen, die sich für die warme Jahreszeit eignen, verwendet man meist von Ostern bis Oktober. Sie kann man mit Sandalen vergleichen, welche man auch nicht im Winter außerhalb des Hauses tragen würde. Auch wenn es keine Vorschriften oder gesetzlichen Regelungen dafür gibt, so kann man Sommerreifen meist an einem Sonnensymbol erkennen, welche an den Reifen angebracht sind. Außerdem haben Sommerreifen keine Lamellen auf dem Profil, welches zudem meist nicht geradlinig verläuft. Da die Reifen im Sommer oftmals sehr hohen Temperaturen ausgesetzt sind, insbesondere auf heißem Asphalt, ist das Mischverhältnis des Gummis viel härter als das von Winterreifen.

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Mit „M+S“ ganzjährig fahren? Lieber nicht! Die Abkürzung „M+S“ bedeutet Matsch und Schnee (auf Englisch: mud and snow). Viele Autofahrer glauben, dass sie mit Reifen, die diese Bezeichnung haben bei jeder Witterung sicher auf den Straßen unterwegs sein können. Diese Ansicht ist weit unter Verbrauchern verbreitet, doch sie entspricht nicht der Realität. „M+S“ kann man oft auf Ganzjahres- oder Allwetterreifen entdecken. Doch bei schneebedeckten und eisigen Straßen bieten sie nicht die nötige Bodenhaftung, Griffigkeit und Sicherheit.

Was macht einen Winterreifen aus?

Sind Sommerreifen mit Sandalen vergleichbar, dann sind Winterreifen eher Stiefel oder Moonboots. Das Profil von Winterreifen hat deutliche Lamellen. Das bedeutet, dass viele Profileinschnitte vorhanden sind, welche sich mit Schnee und Eis verbinden und somit ein Rutschen und Schlittern über Straßen verhindern. Viele Winterreifen haben ein sogenanntes Schneeflockenzeichen auf der Flanke.

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Was ist eigentlich ein Allwetterreifen?

Dieser Autoreifen ist vom Prinzip her das ganze Jahr nutzbar und vergleichbar mit einem Halbschuh. Jedoch stellt der Ganzjahresreifen laut Experten nur ein Kompromiss dar, denn er ist weder perfekt für den Sommer noch für den Winter. Das Problem besteht darin, dass es sich um einen deutlichen Interessens- und Zielkonflikt handelt. Eine ideale Leistung eines Reifens, der sowohl bei Nässe, Eis, Schnee und Hitze funktioniert, ist rein physikalisch nicht möglich.

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Was sind die Vorteile und Nachteile eines Ganzjahresreifens?

Sommer- und Winterreifen sind für die jeweilige Jahreszeit konstruiert. Auch Saisonreifen haben verschiedene Vorteile und Nachteile. Im Folgenden haben wir die Vor- und Nachteile von Allwetterreifen zusammengefasst.

Die Vorteile von Ganzjahresreifen sind:

  • kein Wechsel der Reifen notwendig
  • ganzjährig nutzbar
  • geringere Kosten, da kein Wechsel erforderlich

Die Nachteile von Ganzjahresreifen sind:

  • Profil bietet nicht das volle Maß an Sicherheit wie Winterreifen
  • nicht so effizient wie Winterreifen
  • weichere Gummimischung
  • längerer Bremsweg
  • geringere Laufleistung als bei hochwertigen Sommerreifen
  • schnellere Abnutzung und Verlust der Form
  • größere Gefahr für Aquaplaning

Wie lange kann man Autoreifen benutzen?

Die Lebensdauer eines Autoreifens ist nicht nur von dem tatsächlichen Herstellungsdatum abhängig, sondern auch von dem gefühlten Alter. Viele weitere Faktoren spielen hinsichtlich der Haltbarkeit eine Rolle, wie beispielsweise Fahrstil, Geschwindigkeit, Belastung, Bodenbeläge. Grundsätzlich gelten Sommerreifen als überaltert, wenn sie über acht Jahre alt sind. Denn sie werden dann als nicht mehr verkehrssicher eingestuft. Die Gummimischung kann sich so verhärten, dass das Material ermüdet. Das bedeutet, dass es brüchig wird und Risse aufweisen kann. Experten sehen bei Winterreifen einen Materialverschleiß nach zirka sechs Jahren.

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